LaufenSport

Auswahl der richtigen Laufsocken für Hobbyläufer

Laufsocken sind kein modisches Accessoire. Die Auswahl der richtigen Laufsocken ist für Hobbyläufer genauso wichtig wie die Auswahl der richtigen Schuhe. Die richtigen Socken können nicht nur die Laufleistung verbessern, sondern auch die Füße schützen.

Ein schlecht sitzendes Paar Socken aus einem ungeeigneten Material kann zu Problemen an den Zehennägeln, Bursitis, Blasen, Infektionen und anderen ernsten Fußproblemen führen, die nicht nur das Lauftraining, sondern unter Umständen die Gesundheit allgemein beeinträchtigen können.

Laufsocken sind in verschiedenen Stoffarten, Größen, Stärken und mit unterschiedlichen Dämpfungseigenschaften erhältlich. Dies sind die wichtigsten Punkte, die bei der Auswahl der optimalen Laufsocken beachtet werden sollten.

Dabei spielt es keine große Rolle ob kurz um den Block gejoggt oder lange Strecken zurückgelegt werden sollen. Das richtige Paar Laufsocken ist die unverzichtbare Grundlage für ein komfortables und schmerzfreies Lauferlebnis.

Funktionsmaterialien für Laufsocken

Füße sind ein Wunderwerk der Natur. Etwa 250.000 Schweißdrüsen sorgen dafür, dass Füße schnell und stark schwitzen. Aus diesem Grund sind leichte Laufsocken aus technischen Materialien mit hervorragenden Schweißableitungseigenschaften unverzichtbar.

Laufsocken sind speziell so konzipiert, dass sie die Feuchtigkeit von der Haut abtransportieren. Dadurch wird ein Scheuern der Socken an den Füßen, im Gegensatz zu Laufsocken aus Baumwolle, weitestgehend vermieden. Zudem bleiben die Füße angenehm trocken und bei kalter Witterung auch warm.

Gute Laufsocken werden aus synthetischen Materialien wie Acryl, CoolMax und Polyester hergestellt. Aus welchem Material Laufsocken hergestellt wurden, steht auf dem Etikett. Für noch mehr Komfort und eine bessere Belüftung sorgen bei verschiedenen Socken sogenannte Mesh-Einsätze an neuralgische Stellen.

Bei besonders stark schwitzenden Füßen sind Materialien mit geruchshemmenden Eigenschaften empfehlenswert. Die Hightech Materialien könne ihre Funktion jedoch nur erfüllen, wenn auch die Laufschuhe in der Lage sind, die von den Füßen abtransportierte Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abzugeben.

Das Material von Laufsocken

Wenn Socken zum Laufen ausgesucht werden, ist das Material einer der wichtigsten Faktoren, der berücksichtigt werden muss. Baumwolle gilt mittlerweile als grundsätzlich ungeeignetes Material für Laufsocken.

Warum ist das so? Das Problem bei Baumwolle ist die hohe Saugfähigkeit. Sobald die Füße schwitzen und oder durch Feuchtigkeit von außen, beispielsweise beim Laufen im Regen oder durch eine Pfütze, bleiben sie nass und die Feuchtigkeit wird nicht abgeführt.

Das Laufen in feuchten Socken ist der ideale Nährboden für Bakterien, durch die unangenehme Gerüche entstehen. Hinzu kommt die Gefahr der Blasenbildung. Nicht zuletzt ist es ein unangenehmes und ablenkendes Gefühl, in feuchten und kalten Socken zu laufen.

Zwar ist Baumwolle billiger als moderne feuchtigkeitstransportierende Funktionstextilien, aber die richtige Laufbekleidung auch an den Füßen ist den zusätzlichen Preis wert.

Laufsocken bei der Neigung zur Blasenbildung

Wer beim Laufen zur Blasenbildung neigt, der kann dem mit ein paar Maßnahmen entgegen wirken, mit denen die Reibung zwischen Füßen und der Innenseite der Schuhe reduziert wird. Im Handel sind zum Beispiel Anti-Blasensocken erhältlich, die ein Doppelschichtsystem haben, durch das die Reibung reduziert wird.

Alternativ kann auch ein zweites paar Socken helfen. Wenn zwei Paar dünne Laufsocken übereinander getragen werden, dann reiben die Socke aneinander und schützen so die Füße. In einigen Fällen können auch ganz einfach dickere Laufsocken für weniger Blasen oder blasenfreie Füße sorgen.

Die Dicke des Gewebes

Laufsocken mit unterschiedlich dicken Materialien bieten unterschiedliche Dämpfungsgrade. Dicke Socken haben in der Regel eine extra Polsterung an der Ferse und den Zehen, die einen besseren Komfort unter den Füßen, mehr Dämpfung und Schutz vor Blasen bietet. Im Allgemeinen sind dickere Socken am besten für kühlere Jahreszeiten geeignet. Auf der anderen Seite sind die dünneren Socken leichter und bieten ein besseres Laufgefühl, können aber beim Laufen eine übermäßiger Reibung und Blasenbildung bewirken. Allgemein sind dünne Socken ideal für die warmen Jahreszeiten.

Die Entscheidung für eine gut gepolsterte Socke oder eine dünne Laufsocke ist am Ende von den persönlichen Vorlieben abhängig. Socken, die an allen Kontaktstellen um den Fuß herum mindestens einen gewissen Grad an Polsterung aufweisen, sind für die meisten Läuferinnen und Läufer die richtige Wahl.

Die Socken sollten eine gewisse Dämpfung in den Aufprallzonen bieten. Dabei sollte beachtet werden, dass die Dicke der Laufsocken die Passform der Schuhe beeinflusst. Als Faustregel gilt, dass etwa eine halbe Schuhgröße benötigt wird, um die zusätzliche Polsterung aufzunehmen. Das bedeutet, neue Laufschuhe sollten immer mit den am liebsten getragenen Laufsocken an den Füßen anprobiert werden.

Die richtige Größe bei Laufsocken

Beim Laufen sind Socken wichtig, die gut passen. Ein Paar, das zu groß oder zu klein ist, kann den Fuß und die Zehen einengen oder Falten bilden und nicht die Dämpfung bieten, die erforderlich ist. Zu enge Socken hinterlassen Abdrücke besonders an den Waden oder Knöcheln und behindern die Blutzirkulation. Socken müssen perfekt sitzen, besonders unter dem Fußgewölbe und um die Ferse. Sie dürfen nicht rutschen aber auch nicht einengen. Grundsätzlich sollten sie aber eng anliegen.

Die Größe von Laufsocken wird typischerweise in Schuhgrößen gemessen und angegeben. Ein Blick auf die eigne Schuhgröße ist die beste Voraussetzung dafür, optimal passende Laufsocken zu finden. Da jeder Fuß anders ist, sollten Laufsocken dennoch wenn möglich anprobiert werden.

Die Längen von Laufsocken

Laufsocken werden in vier verschiedenen Längen angeboten. Welche Länge die richtige ist, hängt vom Wetter, der Trainingsintensität, der Laufgegend und den persönlichen Vorlieben ab.

Die vier Längen bei Laufsocken sind: Low / No-Show, Quarter, Crew und Knee High. Viele No-Show-Socken haben Knöchelfalten, die beim Laufen Blasenbildung auf den Fersenrücken verhindern. Höhere Socken sind oft eine bessere Wahl, wenn bei kälteren Bedingungen gelaufen werden soll.

Auf Wegen mit dichter Vegetation sind Laufsocken mit der Länge Crew oder sogar Kniestrümpfe empfehlenswert, um Kratzer von Sträuchern oder Insektenstiche zu vermeiden und um zu verhindern, dass Schmutz zwischen Füßen und Socken eindringt. Auch bei der Sockenlänge gilt anprobieren und ausprobieren, um die Länge zu finden, die am besten passt.

Laufsocken mit Kompression

Kompressionssocken können, so die Theorie, die Laufleistung verbessern und die Regeneration beschleunigen. Über diese positiven Eigenschaften von Kompressionssocken wird im Moment noch viel diskutiert. Wissenschaftliche Belege, darüber, ob und in wieweit das Tragen von Kompressionssocken die Leistung verbessern oder die Regeneration beschleunigen kann, gibt es noch nicht.

Viele Profi- und Hobbyläufer schwören mittlerweile jedoch auf Kompressionssocken beim Laufen. Einige Hightech-Laufsocken sind so konzipiert, dass sie die Muskeln leicht zusammenpressen, um die Blutzirkulation zu verbessern, Ermüdungserscheinungen zu reduzieren und die Erholungszeit zu verkürzen. Theoretisch können oder sollen Kompressionssocken die Verletzungsgefahr verringern sowie Muskelkater und Schwellungen verhindern.

Wichtig ist, wie bei anderen Laufsocken, dass die Kompressionssocken optimal passen. Kompressionssocken sollten sich trotz des leichten Drucks nicht zu eng anfühlen. Schließlich besteht ihr Hauptzweck darin, die Blutzirkulation zu den Muskeln zu unterstützen, und nicht, ihn zu behindern.

Um sicherzustellen, dass die Passform richtig ist, wird mit einem Maßband an der breitesten Stelle des Knöchels und an der breitesten Stelle der Waden jeweils der Umfang und auf einem Stuhl sitzend die Länge der Waden gemessen. Diese Messwerte dienen dazu, entsprechend den Größentabellen der Hersteller die optimalen Kompressionssocken auszuwählen.

Fazit so findest du die richtige Laufsocke für Dich

Menschen, die mit dem Laufen oder Joggen beginnen, werden mit verschiedenen Sockenlängen, -größen und Passformen experimentieren müssen, um die Art von Laufsocken zu finden, die in den verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen am besten zu ihnen passt. Atmungsaktive, schnell trocknende Materialien wie Acryl, CoolMax und Polyester, eine Polsterung an den Zehen und Fersen sowie eine Fußgewölbestütze sind aber nicht nur für Anfänger empfehlenswerte Ausstattungsmerkmale bei Laufsocken.

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